Seit kurzem hat der Bürgerbusverein einen neuen Geschäftsführer, der die Nachfolge von Sigrid Schüller angetreten hat. Ihn möchte der Verein heute gerne etwas genauer vorstellen.

Willi Lieske wohnt in Schwetzingen und ist im Mai vergangenen Jahres durch Presseartikel auf den Verein aufmerksam geworden. Er fand das Projekt interessant und unterstützungswürdig. Da gerade der passive Teil seiner Altersteilzeit begonnen hatte und die neu gewonnene Freizeit sinnvoll ausgefüllt werden sollte, zögerte er nicht lange und nahm Kontakt zum stellvertretenden Vorsitzenden Rolf Hamm auf. Dieser zeigte sich natürlich hocherfreut und schnell war ein Termin für die Besichti-gung des Busses und eine Probefahrt vereinbart. Willi Lieske wusste sofort, dass das „sein Ding“ war und er gerne als Fahrer dabei sein wollte. Die erforderlichen Formalitäten (Personenbeförderungsschein) waren zügig erledigt und nun dreht er schon seit einem Jahr einmal wöchentlich mit großem Spaß seine Runden durch Plankstadt. Die Fahrgäste sind ihm längst ans Herz gewachsen und diese möchten ihn als Chauffeur auch nicht mehr missen.

Bei der kürzlich durchgeführten Jahreshauptversammlung sollte die Position des Geschäftsführers in andere Hände übergehen, da Sigrid Schüller etwas kürzertreten wollte. Willi Lieske stellte sich zur Verfügung und hatte sich schnell mit den Aufgaben vertraut gemacht. Er hat sie gerne übernommen, um die Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen.

Überhaupt fühlt er sich im Verein wohl, ist angetan vom Zusammenhalt, dass jeder für jeden einspringt und alle an einem Strang ziehen. Für die Zukunft wünscht er sich, wie auch der Verein insgesamt, dass noch der eine oder andere Fahrer oder Fahrerin zum Team stößt.

Gaby Wacker

MdB Lothar Binding (2.v.r.) mit den Bürgerbusfahrern, Foto: Norbert Theobald

Der. 5. Dezember ist traditionell der „Internationale Tag des Ehrenamtes“. Deshalb schrieb der SPD-Bundestagsabgeordnete Lothar Binding Ende 2017 zum wiederholten Mal einen von ihm gestifteten und mit 1000 Euro dotierten Ehrenamtspreis aus.

Die Ausschreibung richtete sich an Vereine und ehrenamtliche Gruppen rund um Schwetzingen, Heidelberg und Weinheim. Zielsetzung des Preises ist, Menschen, die sich auf vielfältige Weise bürgerschaftlich engagieren Wertschätzung entgegen zu bringen und eine Anerkennungskultur für das Ehrenamt zu schaffen.

Die Verantwortlichen des Bürgerbusvereins waren der  Meinung, die geforderten Kriterien zu erfüllen und entschlossen sich zur Bewerbung. Die eingereichte Projektbeschreibung nebst Bildermappe überzeugte dann auch  die unabhängige Jury und so konnte eine Abordnung des Vereins in der vergangenen Woche bei der in Heidelberg stattfindenden Preisverleihung den 3. Platz aus der Hand von MdB Binding entgegennehmen. Die Freude über den errungenen Preis unter insgesamt 11 Bewerbern war riesig und Vorsitzender Werner Wohlfahrt stellte das Projekt „Bürgerbus Plankstadt“ den Vertretern der anderen Preisträger vor.

Der 2. Platz ging an „Muddys Club“ in Weinheim, einen Musik- und Tanzclub von behinderten und nichtbehinderten Menschen. Den 1. Platz errang der Diakonie-Laden „Brot und Salz“ in Heidelberg. Dort werden gespendete Lebensmittel, Haushaltsgegenstände und Bekleidung günstig an Bedürftige abgegeben. Einen Trostpreis erhielt das „Café Talk“ ebenfalls aus Heidelberg, das Flüchtlinge betreut.

Der Bürgerbusverein freut sich über die erfahrene Anerkennung und das Interesse am Konzept „Bürgerbus“.

Gaby Wacker