Liebe Mitglieder, liebe Interessenten,

unser Landesverband proBürgerBus Baden-Württemberg e.V. hat allen Grund zur Freude. 2014 startete der Verband bei seiner Gründung mit 17 Mitgliedern. In der Zwischenzeit zählt der Verband 26 Mitglieder.

Zu den neuen Mitgliedern, die wir sehr herzlich in unseren Reihen willkommen heißen, gehören der Bürgerbus 3 Rosen e. V. Rielasingen-Worblingen (bei Radolfzell), der Bürgerbus Pfullendorf und das Bürgerbusprojekt Köngen (im Landkreis Esslingen). Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.

 

Intensive Beratungsarbeit

Diese erfreuliche Zunahme bei den Mitgliedern ist auch ein Verdienst der intensiven und umfassenden professionellen Beratungen von Kommunen und Bürgerbusvereinen durch den Landesverband proBürgerBus und hier insbesondere durch Fred Schuster, Thomas Stork und Markus Weyhing. Derzeit laufen intensive Beratungen beim Bürgerbusverein Offenburg-Rebland-Gemeinden und bei der Kommune Notzingen. Diese Beratungen haben sich intensiviert, seit die Aufgabenverteilung zwischen der Nahverkehrverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) und dem Landesverband proBürgerBus geklärt ist, das Land die Beratungen für die „großen“ Bürgerbusse ausschließlich in die Hände des Landesverbandes proBürgerBus gelegt hat. Das ist ganz in unserem Interesse, genauso wie die Teilnahme an zahlreichen Veranstaltungen der Akademie Ländlicher Raum, in deren Mittelpunkt die Mobilitätsangebote im ländlichen Raum stehen. Dazu gehört gerade auch der Bürgerbus. Fred Schuster, Thomas Stork, Markus Weyhing und Fabian Dobeschinsky stellen hier im Wechsel Bürgerbusprojekte aus dem Verbandsgebiet detailliert vor.

 

Gespräch mit dem WBO

Anfang April waren Präsident Sascha Binder (MdL) und Geschäftsführer Fred Schuster zu einem Treffen mit dem Verband der Württembergischen Omnibusunternehmer (WBO) nach Böblingen eingeladen. Vom WBO am Gedankenaustausch mit beteiligt waren der WBO-Vorstands-Vorsitzende Klaus Sedelmeier, Ulrich Rau und Bernd Grabherr sowie von der Geschäftsstelle des WBO der Geschäftsführer Dr. Witgar Weber, Dr. Burkart und Oliver Hilbring. Dieses Treffen war für den Landesverband eine gute Gelegenheit, den Bürgerbus-Gedanken zu erläutern und darauf hinzuweisen, dass Bürgerbusse keine Verkehrslinien ersetzen, sondern dort zum Einsatz kommen, wo Mobilitätsangebote fehlen und nicht angeboten werden können. Vom Landesverband wird die Einbindung von Bürgerbussen in Omnibusunternehmen durchaus begrüßt. Allerdings dürften Bürgerbusse nicht eingebunden werden in ein Tarifsystem und müssten darüber hinaus stets autark bleiben. Für den WBO neu war die Information über die weite Beratung durch den Landesverband, zu der neben konkreten Fragen zur Durchführung von Bürgerbusprojekten vor allem auch die Bedarfsanalyse und Strukturuntersuchung gehören.

Der WBO schreibt in seinen Verbandsnachrichten über dieses Treffen: „Aus Sicht des WBO können Bürgerbusse – bei Erfüllung genannter Standards – eine sinnvolle Ergänzung des klassischen ÖPNV darstellen. Es muss allerdings verhindert werden, dass unter dieser Flagge Angebote geschaffen werden, die klassische ÖPNV-Leistungen gefährdeten bzw. ersetzen. Aus Sicht von proBürgerBus können Bürgerbusse im Einzelfall sogar als regelrechte Zubringerverkehre den bestehenden ÖPNV sinnvoll erweitern.“  Praktiziert werden solche Zubringerverkehre jetzt ja beispielsweise bereits durch den Bürgerbus in Aichwald.

 

Arbeitstreffen der Landesverbände

Ende April findet im Ruhrgebiet ein Arbeitstreffen der Bürgerbus-Landesverbände statt. Federführend ist hier unser Geschäftsführer Fred Schuster, der gemeinsam mit Franz Heckens und Volker Aust (NRW) und Günter Lüder (BB) vor allem die aktuelle und drängende Frage der Berufsgenossenschaften und der arbeitssicherheitstechnischen Begehungen diskutieren und beraten will.

Zum Sachstand: derzeit sind die Bürgerbus-Fahrer in der Regel bei der Berufsgenossenschaft Verkehr versichert. Das soll nach einer Neustrukturierung der Berufsgenossenschaften jetzt geändert werden. Die Bürgerbus-Fahrer sollen künftig der Berufsgenossenschaft Verwaltung zugeordnet werden. Geklärt werden muss jetzt beispielsweise die Gestaltung der Beiträge. Bisher wurde von einer fiktiven Mindestentgeltsumme ausgegangen. Künftig gilt nach Auffassung der BGs das Mindestlohngesetz. 

Noch relevanter aber ist die Tatsache, dass die Berufsgenossenschaft neuerdings die Bürgerbusprojekte als Verkehrsbetriebe betrachtet und eine arbeitssicherheitstechnische Begehung der Fahrer-Arbeitsplätze fordert. Jetzt muss der Landesverband klären, wie diese Arbeitsplatzbegehungen zu organisieren sind. Dafür gibt es drei Wege:

-         der Bürgerbus ist als Betrieb gewerblicher Art bei der Kommune angesiedelt. Dann wird diese Aufgabe durch die Gemeinde organisiert.

-         Der Bürgerbusbetrieb läuft über die Konzession eines Busunternehmens. Dann organisiert dieses die Aufgabe.

-         Bürgerbusse organisieren die Erfüllung dieser Vorschrift selbst, beispielsweise indem sie einer von der BG Verkehr gebildeten Tochtergesellschaft beitreten, die diesen Bereich übernimmt. Wie sich hier die künftige Mitgliedschaft bei der BG Verwaltung auswirkt, ist noch zu klären.

Fragen, die dringend bundesweit eine Antwort brauchen. Weil aber ein Bundesverband für Bürgerbusse noch nicht existiert, wollen die am Arbeitstreffen teilnehmenden Landesverbände jetzt eine gemeinsame Position in dieser Frage erarbeiten.

 

Start des Bürgerbusbetriebs bei unserem Mitglied Plankstadt

Der Bürgerbusverein Plankstadt um seine rührige Vorsitzende Birgit Schüller hat mit einem feierlichen Festakt am Samstag, den 19. März 2016 die Aufnahme des Bürgerbusbetriebes aufgenommen. Vor Vorstand waren Vizepräsident Markus Weyhing, Bad Wimpfen und Beisitzer Wolfgang Euchner, Uhingen Gäste der Veranstaltung. Zahlreiche „Geburtshelfer“ wie die Bürgerbusfreunde aus Ebersbach und Uhingen feierten den Start ebenfalls mit. Wir wünschen allzeit gute Fahrt.

 

Termine bei unseren Mitgliedern

Am Dienstag, 26. April, lädt der Bürgerbus Bad Krozingen ab 19 Uhr zur Mitgliederversammlung in das Josefshaus in der Baslerstraße 1 in Bad Krozingen ein.

Ganz groß feiert der Botnanger Bürgerverein am Samstag, 30. April, ab 15 Uhr die offizielle Einweihung des neuen Bürgerbus-Fahrzeugs. Diese Einweihung findet im Rahmen des Botnanger Maimarktes auf dem Messegelände an der Beethovenstraße 41 statt. Auf der Showbühne in Halle 2 findet unter anderem ein Podiumsgespräch zur Geschichte des Botnanger „BOB“ statt. Mit dabei ist unter anderem der Vizepräsident des Landesverbandes proBürgerBus, Bezirksvorsteher Wolfgang Stierle, zugleich Mitbegründer des BOB. Für den Verband wird zuvorderst Präsident Sascha Binder teilnehmen.

Unser Mitglied  Wir verbinden Boxberg e.V. feiert am 22.4.2016 um 15 Uhr seine Projektfeier in der Aula das Schulzentrums. Im April 2014 startete der für 2 Jahre vom Ministerium Ländlicher Raum geförderte ehrenamtliche Fahrdienst mit einem Elektro-Kangoo. Umrahmt wird die Feier mit einer Ausstellung zur Elektro-Mobilität.

 

Einzug der Beiträge

Der Einzug der Mitgliedsbeiträge für den Landesverband hat sich leider etwas verzögert. Der Abbuchung der Mitgliedsbeiträge erfolgt in der Zeit vom 13.  bis 19. April.

 

Freundliche Grüße aus Wendlingen und allzeit unfallfreie Fahrt wünschen

Fred Schuster

Geschäftsführer Landesverband proBürgerBus

Christa Ansel

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit